Remscheider Designer-Outlet-Center: Das DOC ist online

02.11.2016

In Solingen stockt es gerade und Wuppertal kommt derzeit auch nicht recht voran, was die Arbeiten in Sachen Outlets betrifft. Dabei sah es lange Zeit so aus, dass beide Projekte Remscheid überholen würden, obwohl die kleinste Stadt im Dreieck sich bereits am längsten mit der Ansiedlung eines Outlets befasst.

Und obwohl auf der Internetseite von „My Urban Outlet“ in Solingen nach wie vor steht, dass im Herbst dieses Jahres Eröffnung sein soll, sieht es derzeit nicht danach aus. Auch in der Übersicht zu den Ladenlokalen ist noch viel freie Fläche zu sehen. Gehören eine Apotheke, ein Bäcker, eine Drogerie, eine Gastronomie und ein Kino zum Bestand, sind laut Internetseite darüber hinaus erst einegrößere und drei kleine Ladenlokale reserviert. Angaben zu konkreten Namen werden nicht gemacht. Thomas Stein, für die Pressearbeit des Outlets zuständig, kann nur bestätigen, dass es derzeit keine neuen Entwicklungen gebe. Ein Grund sei, dass sich die Suche nach ein oder zwei Ankermietern mit attraktiven Marken verzögere, sodass man nun nicht mehr im Zeitplan sei. Ein neuer Eröffnungstermin könne noch nicht genannt werden, so Stein.

Und auch in Wuppertal stehen die Zeichen derzeit eher auf Stillstand. So bietet die Internetseite des „City Outlet Wuppertal“ lediglich den Eröffnungstermin für den ersten Bauabschnitt im Spätsommer 2017 an. Neuigkeiten gibt es dort nicht. Das bestätigt auch Marc Wiesener, für die Pressearbeit des Wuppertaler Outlets zuständig. So warte man derzeit auf die Baugenehmigung, mit der man kurzfristig rechne. Dafür liefen noch Gespräche und Abstimmungen mit der Stadt. Der angestrebte Eröffnungstermin sei deshalb unverändert.

Für die Remscheider ist dies also ein idealer Zeitpunkt, um wieder von sich hören zu lassen – in diesem Fall mit einer eigenen Internetseite, die über den Planungsstand, Hintergründe und Ausblicke informieren soll. Dort erfährt man unter anderem, wie weit die Planungen sind, welche Hürden noch überwunden werden müssen und was mit Grundschulen, Sportstätten, der Feuerwehr und Brauchtumsfesten passiert, wenn das Shoppingcenter an ihre Stelle tritt.

Mit der Internetseite ist man zwar (wieder) langsamer als die Konkurrenten – aber wenn die Seite tatsächlich regelmäßig mit Neuigkeiten bestückt wird, würde sie dem Nutzer mehr bieten als die beiden anderen Seiten, die nach ihrer Entstehung kaum verändert wurden. Dass man aktuell bleiben will zeigt auch der neue Facebook-Auftritt, der allerdings nur funktionieren wird, wenn man dort regelmäßig etwas einstellt. Für weniger Internet-affine Menschen wird es eine gedruckte Zeitung mit neuen Informationen geben, die zum Satzungsbeschluss des Bebauungsplans erscheinen soll. Zudem ist das DOC-Baubüro in der Kölner Straße 10 seit Ende Oktober wieder mittwochs von 16 bis 18 Uhr geöffnet.

Das Ansehen der Internetseite lohnt sich: So findet man unter anderem eine Präsentation des Investors McArthur-Glen, die Pläne, Fotografien, Grafiken und Luftaufnahmen enthält, die veranschaulichen, was tatsächlich gebaut wird und wie sich die Straßen in Lennep verändern werden. Daneben finden sich Zeitpläne. So ist ab dem 6. Dezember 2016 geplant, den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan in die Bezirksvertretungen sowie die Ausschüsse zu geben. Am 13. Dezember soll der Rat darüber entscheiden.

Am 15. Dezember steht bei einem positiven Ratsbeschluss der Abschluss des städtebaulichen Vertrags auf dem Plan. Im März 2017 soll das Bauleitplanverfahren abgeschlossen sein und im Januar 2018 schließlich der Beginn der Bauarbeiten starten. Einen Eröffnungstermin geben die Seiten (bisher) nicht an.

Insgesamt 150 Millionen Euro sollen die Investitionen in das DOC betragen, heißt es bei der Stadtverwaltung. Aber es seien eben auch viele Veränderungen im direkten Lebensumfeld einiger Remscheider mit dem Bau verbunden, unter anderem durch Abrisse und Neubauten, eine veränderte Verkehrsführung und eben auch dem Wegfall von Schul- und Sporteinrichtungen an der Stelle, an der das Zentrum entstehen soll. Deshalb verspricht die Stadtverwaltung, dass man sich über die Seite auch mit kritischen Themen und Stimmen verantwortungsvoll auseinandersetzen möchte.

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