Berufsbildungsjahr 2017 in Nordrhein-Westfalen: Mehr Ausbildungsverträge

30.01.2018

Insgesamt wurden in Nordrhein-Westfalen 116.697 Berufsausbildungsverträge abgeschlossen. Das waren nach Angaben des Landesamtes Information und Technik NRW (IT NRW) 1,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon profitierten vor allem männliche Auszubildende (plus 4,3 Prozent). Bei den weiblichen Azubis sank die Zahl um 2,3 Prozent.

Die höchsten Steigerungsraten bei den Neuabschlüssen können die Agenturbezirke Bielefeld (plus 6,4 Prozent), Hagen (plus 6,1 Prozent) und Mettmann (plus 6 Prozent) verzeichnen. Die größten Rückgänge mussten die Agenturbezirke in Gelsenkirchen (minus 3,8 Prozent), Dortmund (minus 2,5 Prozent) und Mönchengladbach (minus 2 Prozent) hinnehmen.

Auch im bergischen Städtedreieck, das die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal umfasst, ging die Zahl der Ausbildungsverträge um 69 zurück (minus 1,9 Prozent). Insgesamt wurden 3.618 Verträge in Wuppertal, Solingen und Remscheid im vergangenen Ausbildungsjahr abgeschlossen. Im Gegensatz zu den Krisenjahren 2008 bis 2010 sind das aber fast 1.000 mehr Abschlüsse.

Über die einzelnen Branchen verteilt stieg überall in NRW die Zahl der abgeschlossenen Verträge, wenn auch nicht einheitlich. Im größten Bereich, den die Industrie- und Handelskammern abdecken – also mit Industrie, Handel, Banken, Versicherungen und dem Gastronomie-, Hotel- sowie Verkehrsgewerbe – gab es nur ein Plus von 0,6 Prozent. Um 1,7 Prozent stieg der Abschluss im Öffentlichen Dienst.

Freie Berufe wie Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater stellten 2,4 Prozent mehr junge Menschen ein. Im Handwerk stieg die Zahl der neuen Verträge sogar um 4,5 Prozent. Im Bereich der Landwirtschaft gab es zum Vorjahreszeitraum keine Veränderung. Nur im Bereich der Hauswirtschaft wurden 8,8 Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen.

Verändert hat sich jedoch kaum, welche Berufe die jungen Menschen sich aussuchen. Nach wie vor konzentrieren sie sich auf 25 Ausbildungsberufe, obwohl es über 300 gibt. Ganz extrem ist das bei den weiblichen Bewerberinnen, von denen 77 Prozent die „Top 25“ auswählten. Jungen wie Mädchen lassen sich hauptsächlich zu Kaufleuten für Büromanagement ausbilden. Danach folgen Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Kaufleute im Einzelhandel.

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